" Es war Einmal"

Schon von jeher genoss das in der ehemaligen Unter- und Mittelsteiermark beheimatete "Steirerhuhn" dank seiner Größe und seines ausgezeichneten Geschmacks einen wahrhaft köstlichen Ruf.
Erste diesbezügliche Erwähnungen gehen zurück bis ins 14 Jahrhundert. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert krönte speziell der Kapaun als besondere Delikatesse Europas Festtafeln.Er durfte weder bei festlichen Anlässen am Wiener Kaiserhof noch bei den Krönungsfeierlichkeiten Napoleons fehlen.
Hendl und Kapaun brachten auf den Märkten - im Vergleich zu anderen Hühnerrassen - mehr als den dreifachen Erlös für die Bauern ein.

" ImLaufe der Zeit "

Im Laufe der Jahrhunderte kreuzte sich das Sulmtaler Huhn auf den heimischen Höfen zunehmend mit anderen Hühnerrassen.
Erst Armin Arbeiter, Vizepräsident des 1. Steirischen Geflügelzuchtvereines, erkannte um 1900 die besondere Qualität des Steirerhuhns, das er fortan unter dem Namen "Sulmtaler" kultivierte und züchtete.

" Der feine Unterschied "

Sulmtaler ist nicht gleich Sulmtaler. Manch einer wird sich über die "neue Prominenz" des unter Feinschmeckern doch weithin bekannten Sulmtalers wundern.
Was jedoch vorzugsweise in gold-gelber Knusperpanier als "Sulmtaler Backhendl" ein Muss auf den heimischen Speisekarten darstellt, ist nicht gleichzuestzen mit der von Armin Arbeiter kultivierten und unter dem Namen "Sulmtaler" gezüchteten Geflügelrasse. Ersteres repräsentiert rassenunabhängig und in kommerziellen Geflügelanstalten gezüchtet - nomen est nomen - als Backhendlspezialität sein regionales Aufzuchtsgebiet. Zweiteres schwingt sich als "original Sulmtaler" Rassehuhn und kulinarische Wiederentdeckung des Jahres in neue geschmackliche Sphären. Erkennbar ist der neue Genussbotschafter des Sulmtals auf freiem Feld am typischen Schopf und Wickelkamm; im Handel am Sulmtaler Gütesiegel und bei Tisch am unvergleichlichen Geschmack.

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