Das Nationalpark Kalkalpen Biorind verdankt seinen besonderen Geschmack und seine hohe Fleischqualität der sauberen Luft und dem klaren Wasser der Region. Mit der Herstellung der Produkte Bio-Rind werden zudem regionaltypische Rinderrassen, wie z.B. Murbodner Rind oder Ennstaler Bergschecken, in ihrem Fortbestand unterstützt.

Murbodner Rind

Das Murbodner Rind wird hauptsächlich in Kärnten, der Steiermark, in Niederösterreich und im angrenzenden Slowenien gezüchtet.
Die uralte Rasse stammt wahrscheinlich vom keltischen Mischvieh und dem grauen Slowenenrind ab. Im 18. Jahrhundert bildete das Mürztaler Rind, welches in das Murtal vordrang, die Grundlage für die Zucht. Es vermischte sich mit Bergschecken und Blondvieh. dadurch entstand ein neuer, muskulöser Rindertyp.
Das Murbodner Rind ist eine Höhenviehrasse; die Farbe geht von semmelblond bis fuchsrot oder lichtgrau.
Ausgewachsene Kühe wiegen zwischen 550 und 650 kg, Stier 900-1000kg.

Bei uns erhalten Sie ausschließlich Bio-Ochsen mit einem Gewicht von mindestens 320 kg und maximal 420 kg.
Diese Ochsen werden zirka 30 Monate alt und leben im Sommer auf den Almen.
Im Winter werden sie im Stall gehalten.
Alle Tiere stammen aus anerkannten Biobetrieben.

Ennstaler Bergschecken

Die Ennstaler Bergschecken sind eine beinahe ausgestorbene Rasse des Hausrindes.
Die meist kleinen und leichten Ennstaler Bergschecken sind aus dem bajuwarischen Weißkopfschecken entstanden. Sie waren einst fast vollständig fuchsrot, bevor immer mehr weiße Anteile in ihrem Fell zu finden waren. Am Ende waren 75 bis 80% des Felles weiß, so dass nur noch fuchsrote Flecken mit gewolkten oder verfranzten Rändern an Lende und Flanke übrig blieben. Während die Ohren normalerweise gefärbt sind, bleiben Hörner, Klauen und Schleimhäute meist pigmentfrei. Bevor die Rasse bereits im 18 Jahrhundert von Rassen wie den Murbodner oder Pinzgauern und Blondvieh verdrängt wurde, war sie als Zugtier und Mastvieh beliebt. Die Tiere waren nach zwei Jahren in den alpinen Höhenlagen bereits voll entwickelt und galten daher als frühreife Alpenrasse. Obwohl sie wenig Fett ansetzen, war ihr Muskelfleisch von Fett durchzogen (Marmorierung).

Die vermeintlich letzten zwei Kühe wurden 1986 geschlachtet. In der Zwischenzeit, Stand 2005, sind noch einige Restbestände gefunden worden. Die Erhaltungsarbeit wird von der Arche Austria (Verein zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen), sowie der Österreichischen Nationalvereinigung für Genreserven betreut. Im Jahre 2004 gab es in Österreich immerhin wieder 65 Tiere in 6 Betrieben.

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